Am Donnerstagmorgen um 9:23 Uhr wurde die Feuerwehr Stolzenau in die Lange Straße zu einem Gebäudebrand in einem Wohn- und Geschäftshaus gerufen. Beim Eintreffen der Wehren drang Rauch aus dem Dachgeschoß, und Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Wohnung. Sie bemerkten das Feuer rechtzeitig und konnten sich in Sicherheit bringen.
Drei Katzen hatten sich jedoch in der verrauchten Wohnung versteckt, konnten aber später gerettet werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Brandherd sich hinter einer Hohlwand und in der Dachdämmung befand. Die Einsatzkräfte gingen unter schweren Atemschutz vor und öffneten in der Wohnung Hohlwände und löschten das Feuer.
Es gab weitere Brandnester unterhalb der Dachziegel, die von innen nicht zugänglich waren. Daraufhin wurde von der Feuerwehrdrehleiter aus die Dachfläche geöffnet und die Glutnester gelöscht. Gegen 11:30 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet.
Aufgrund der dichten Bebauung in der Stolzenauer Innenstadt bestand die Gefahr, dass die Flammen auf angrenzende Häuser übergreifen könnten. Dies konnte die Feuerwehr verhindern. Die Wohnung im Dachgeschoss ist vorerst nicht bewohnbar.
Für die betroffene Familie wurde eine vorübergehende Unterkunft organisiert. Das im Erdgeschoss untergebrachte Reisebüro stellte seinen Betrieb zunächst ein. Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist bislang unklar.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und das Gebäude beschlagnahmt. Während des Einsatzes waren die Lange Straße sowie mehrere umliegende Straßen zeitweise gesperrt. Verkehrsteilnehmer mussten den Bereich weiträumig umfahren.
Im Einsatz waren rund 65 Feuerwehrleute aus verschiedenen Feuerwehren, einschließlich der Logistiktruppe und der ELO mit insgesamt 15 Fahrzeugen unter der Leitung von Ortsbrandmeister Michael Krailinger. Brandabschnittsleiter Süd Ralf Tiedemann, Gemeindebrandmeister Jürgen Meyer, seine Stellvertreter Andreas Haake und Thorsten Schomburg begleiteten die Löscharbeiten.