Am Mittwochabend (27.05.2026) kam es im Bereich des Bahnhofs Stadthagen zu einem Polizeieinsatz wegen einer offensichtlich verwirrten und alkoholisierten Frau, die sich auffällig verhalten hatte. Die eingesetzten Polizeibeamten trafen die spätere Beschuldigte, eine 36-jährige deutsche Staatsangehörige, am Bahnsteig 3 an. Bereits bei der Ansprache zur Feststellung ihrer Personalien verhielt sie sich verbal aggressiv und beleidigte die Einsatzkräfte, verweigerte jedoch die Angabe ihrer Personalien.
Da die Frau deutlich unter Alkoholeinfluss stand, stark schwankte und die Gefahr bestand, dass sie in den Gleisbereich stürzen könnte, wurde sie durch die Beamten in die Bahnunterführung begleitet. Dort versuchte sie sich der polizeilichen Maßnahme durch unkontrollierte Schlagbewegungen zu entziehen. Zur weiteren Durchsetzung der Maßnahme mussten ihr Handfesseln angelegt werden.
Im weiteren Verlauf trat die Beschuldigte gegen das Bein einer 38-jährigen Polizeikommissarin, wobei diese unverletzt und dienstfähig blieb. Anschließend verlor die Frau das Gleichgewicht und stürzte zu Boden, dabei zog sie sich eine Kopfplatzwunde zu. Während der Erstversorgung beleidigte und bedrohte sie weiterhin die eingesetzten Kräfte und spuckte zudem in Richtung eines Rettungssanitäters.
Eine medizinische Versorgung vor Ort verweigerte die Frau zunächst, im Polizeidienstgebäude erfolgte anschließend die Begutachtung durch eine Notärztin sowie die Versorgung der Kopfverletzung. Ein Atemalkoholtest ergab um 22:34 Uhr einen Wert von 3,25 Promille. Aufgrund erheblicher psychischer Auffälligkeiten wurde durch die Notärztin eine Einweisung nach dem Niedersächsischen Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) veranlasst.
Die Frau wurde anschließend unter polizeilicher Begleitung in die Psychiatrie des KRH Wunstorf gebracht. Es wurden Strafverfahren unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet.