Die Freimaurerloge „St. Alban zum Æchten Feuer“ gehört zu den traditionsreichsten Vereinigungen der Stadt Hoya. Ihre Ursprünge reichen bis in das Jahr 1786 zurück. Damit entstand sie in einer Zeit, in der sich die Ideen der Aufklärung in Deutschland verbreiteten und zahlreiche Freimaurerlogen gegründet wurden. Nach einer Unterbrechung wurde die Loge im Jahr 2005 wiederbegründet und knüpft seither an ihre historische Tradition an.
Die Freimaurerei versteht sich als ethischer Wertebund, dessen Mitglieder sich den Idealen von Humanität, Toleranz, Brüderlichkeit und persönlicher Verantwortung verpflichtet fühlen. Diese Grundsätze wurden auch bei öffentlichen Vorträgen und Informationsveranstaltungen der Hoyaer Loge hervorgehoben, mit denen sie interessierten Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in ihre Arbeit gewährte.
Einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung ihrer Geschichte leistete die Loge gemeinsam mit dem Heimatmuseum Grafschaft Hoya. Im Jahr 2018 widmete das Museum der Freimaurerei in Hoya eine Sonderausstellung unter dem Titel „Freimaurer in Hoya – 1786 bis heute“. Gezeigt wurden historische Dokumente, Mitgliederverzeichnisse, Ritualgegenstände und zeitgenössische Kunstwerke. Die Ausstellung machte deutlich, dass zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Hoya und der Region der Loge angehörten und dass die Freimaurer über Generationen hinweg Teil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt waren.
Auch heute ist die Loge Bestandteil der Hoyaer Vereins- und Kulturgeschichte, wenngleich sie nur selten öffentlich in Erscheinung tritt. Das entspricht der Tradition vieler Freimaurerlogen, deren eigentliche Arbeit im vertraulichen Kreis ihrer Mitglieder stattfindet. Gleichzeitig zeigen Ausstellungen, Vorträge und Jubiläumsveranstaltungen der vergangenen Jahre, dass die Hoyaer Freimaurer bemüht sind, Vorurteile abzubauen und ihre Geschichte sowie ihre Werte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
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