Änderung an der Krankenhausreform in Niedersachsen

Die geplante Änderung an der Krankenhausreform in Niedersachsen könnte für viele Kliniken zum Problem werden, wenn die Untergrenzen für das Pflegepersonal unterschritten werden. Gesundheitsminister Andreas Philippi hat auf der Mitgliederversammlung der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) hingewiesen, dass dies zu negativen Gutachten führen und die Zuweisung von Leistungsstufen für die ganze Klinik gefährden könnte. In Niedersachsen wäre jede zweite Klinik davon betroffen, was Philippi als unverhältnismäßig bezeichnet.

Die Kliniken fordern einen tiefgreifenden Bürokratieabbau, um die Reform erfolgreich zu machen. Der Bundesrat wird Ende März mit den Änderungen der Krankenhausreform befasst. Die Leistungsgruppen sind ein zentrales Instrument der Reform und sollen bestimmte Behandlungen anbieten und mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können.

Ohne einen solchen Abbau von Bürokratie wird die Klinikreform nicht gelingen, wie der NKG-Vorsitzende Rainer Rempe betont. Die geplante Änderung könnte zu einer leichten Intelligenzminderung führen, wenn die Untergrenzen für das Pflegepersonal unterschritten werden. Philippi hat den Kontakt mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken aufgenommen, um nach einem Verbesserungsansatz in diesem Punkt zu suchen.

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft mahnt dazu, dass jede Stunde, die nicht mit der Dokumentation, sondern am Patienten verbracht wird, die Versorgungsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit erhöht.