Im vergangenen Jahr sind mehr als 600.000 Menschen aus den beiden großen Kirchen, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der katholischen Kirche, ausgetreten. Die Evangelische Kirche registrierte rund 350.000 Austritte, während die katholische Kirche gut 307.000 Mitglieder verloren hat. Trotz dieser Zahlen bleibt die Mitgliedszahl der katholischen Kirche in Deutschland auf etwa 19,2 Millionen, was 23 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.
Die evangelische Kirche hat rund 17,4 Millionen Mitglieder, was einem Rückgang von etwa 500.000 Menschen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Der Chef-Bischof Heiner Wilmer sieht Lichtblicke in der stabilen Zahl von Erstkommunion und Firmung, aber auch den hohen Austrittsrate als Herausforderung für die Kirchen. Ein Experte bezeichnet diese Entwicklung als „Augenwischerei“, da Geburten und Eintritte nicht ausreichen, um die verlorenen Mitglieder wieder zu gewinnen.
Die Zahlen zeigen, dass die Kirchen weiterhin mit einer starken Austrittsrate zu kämpfen haben werden, insbesondere im Vergleich zur Bevölkerungszahl.