Mit emotionalen Worten eröffnete Ortsbrandmeister Bernd Pfeiffer die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Mehringen im Dörpshus – und tat dies zum letzten Mal in dieser Funktion. Im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens wird sich die Wehr mangels ausreichender Mitgliederzahl auflösen, da die erforderliche Mindestsollstärke nicht mehr erreicht wird. Zum Jahresende 2025 zählt die Ortsfeuerwehr noch 19 aktive Mitglieder, darunter fünf Frauen, sowie zwölf Kameraden in der Altersabteilung und 13 fördernde Mitglieder.
Trotz der schwierigen Situation blickte Pfeiffer in seinem Jahresbericht auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Insgesamt 36 Termine mit rund 410 geleisteten Stunden für die Allgemeinheit standen zu Buche. Die Feuerwehr wurde zu sieben Einsätzen alarmiert und nahm außerdem an einer groß angelegten Übung beim Hagebau in Hoya teil. Zusätzlich absolvierten die Kameradinnen und Kameraden zwei Funkübungen, überprüften Löschwasserentnahmestellen und beteiligten sich an Wettbewerben in Helzendorf und Wechold.
Neben dem Einsatzdienst engagierte sich die Wehr auch stark im Dorfleben. Zu den Aktivitäten gehörten unter anderem die Ausrichtung des Osterfeuers, eine Fahrradtour, Müllsammelaktionen sowie Altpapiersammlungen. Auch der Besuch des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers in Marklohe stand auf dem Programm. Aufgrund der bevorstehenden Auflösung fanden allerdings einige traditionelle Aufgaben – etwa die Kriegsgräbersammlung und die Kranzniederlegung zum Volkstrauertag – im vergangenen Jahr letztmalig statt.
Bevor die Wehr endgültig Geschichte sein wird, soll das Jubiläum noch gebührend gefeiert werden. Am 5. Juni 2026 ist ein Kommersabend zum 100-jährigen Bestehen geplant, einen Tag später richtet die Mehringer Feuerwehr gemeinsam mit den Wehren aus Heesen sowie der Jugend- und Kinderfeuerwehr den Samtgemeindefeuerwehrtag aus.
Nach aktuellem Stand wollen sieben der aktiven Mitglieder ihren Dienst künftig in anderen Feuerwehren fortsetzen. Im Rahmen der Versammlung wurden zudem Birgit Pfeiffer zur Brandmeisterin und Gotthard Schulze zum 1. Hauptbrandmeister befördert.