Otto III. von Hoya: Macht, Burgen und Bürgerrechte

Otto III. von Hoya († 13. April 1428) regierte von 1383 bis zu seinem Tod die niedersächsische Grafschaft Hoya. Sohn von Graf Gerhard III. von Hoya und Jutta von Delmenhorst, war er zunächst mit Adelheid von Diepholz verheiratet, nach deren Tod 1383 folgte 1385 die Ehe mit Mechthild von Braunschweig-Lüneburg, Tochter Herzogs Magnus II. Torquatus.

Seine Regierungszeit war von politischen und militärischen Bündnissen geprägt. Nach dem Tod seines Vaters wechselte Otto die Seiten im Lüneburger Erbfolgekrieg von den Welfen zu den Askaniern. Nach der Schlacht bei Winsen (Aller) geriet er in welfische Gefangenschaft, konnte jedoch durch die Stadt Lüneburg freigekauft werden. Zwischen 1384 und 1408 pflegte er wiederholt Bündnisse mit Bremen, während mehrere Fehden gegen die Grafen von Oldenburg, Tecklenburg und die Bischöfe von Bremen bis 1423 seine Herrschaft begleiteten.

Otto III. erweiterte seinen Besitz durch den Kauf der Grafschaft Neubruchhausen, errichtete die Burgen Freudenberg und Ehrenburg und gründete die Bürgersiedlungen Syke (1387) und Harpstedt (1396). Bücken erhielt 1413 Stadtrechte. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Martinskirche in Hoya.

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